Sunday, March 7, 2010

Neuer Laptop nach 7 Jahren und ist alles besser?

Hallo liebe Computerhersteller,

nach ca. 7 Jahren mit meinem alten ACER Travelmate 290 wollte ich mir mal einen neuen Computer kaufen (ist ja heutzutage das wichtigste Werkzeug zur kreativen Arbeit), ich dachte der Fortschritt in so einem langen Zeitraum müsste enorm sein! Aber weit gefehlt, es gibt in einigen Dingen sogar Rückschritte wie ich leider feststellen musste!

Zunächst hatte ich mir den neuen Lenovo Edge gekauft, ein kleines mobiles 13" Gerät - aber mobil ist er nicht wirklich, da hier die Akkulaufzeit weit unter 4 Stunden liegt. Auch der Lüfter lief nahezu permanent auf Hochtouren, trotz nur kleiner Anwendungen die er zu bearbeiten hatte (Internet, E-Mail). Auch gab es immer wieder Probleme mit der vom Anwender mit installierten Software, die teilweise mit den Windows eigenen Einstellungen konkurrierte und somit alles durcheinander brachte (vor allem beim Wechsel zwischen der UMTS-Verbindung über die SIM-Karte und dem WLAN). Ein Problem, dass ich auch schon von anderen Nutzern, sogar des Spitzenmodels von Lenovo, gehört habe. Das Gerät wanderte so nach wenigen Tagen zurück zu Cyberport (die es ohne Probleme zurückgenommen hatten - super Service!). Ich legte noch ein paar Euro drauf und holte mir nun den ACER Aspire 4810TG, der in der Computerpresse viel gelobt wird, gerade weil er mit Akkulaufzeiten von über 8 Stunden glänzen soll(te)!!!

Wieder weit gefehlt! Das Gerät stand erst mal eine Woche in der Ecke, da es nicht möglich war die wahllos vorpartitionierte Festplatte mit 4 Partitionen zu ändern! Der Versuch das zu ändern kostete mich schon einen Tag (wer bezahlt mich dafür?). Die ACER-Hotline hätte über das Handy dann 2,99 Euro gekostet, Festnetz ging nicht, da hier die 0900-Nummern gesperrt sind. Somit schrieb ich eine E-Mail und es kam der Hinweis, innerhalb von 1-2 Tagen eine Antwort zu bekommen. Die Antwort, die aus einem Satz bestand, kam dann auch nach über einer Woche: Ich sollte mir eine Partitionssoftware kaufen und damit die Partitionen ändern... Es kam mir aber zwischendurch eine andere Idee zur Problemlösung, es würde vielleicht helfen, Windows neu zu installieren, denn beim Installationsprozess konnte man früher immer den Zielort für Windows angeben und die Festplatte neu partitionieren. ABER mit der ACER-OEM-Software (selbst erstellte Recovery-CD) ging das auch nicht!!! Welch Glück, hatte ich nun einen Microsoft-Mitarbeiter an der Hand, der mir mit einer separaten Windows-CD weiterhelfen konnte. Hier ging dann die Installation und Änderung der Partitionen reibungslos!!!

Warum verbietet Microsoft nicht solche Späße der Computerhersteller, die mit eigenen schlecht veränderten OEM-Versionen das ganze einigermaßen gelungene Windows 7 verkomplizieren und dermaßen mit eigenen schlechten Anwendungen bevormunden?
Zudem lief das neue ACER-Notebook auch nicht länger als das ThinkPad von Lenovo, von der beworbenen 8+ Stunden Laufzeit war nichts zu merken! Der Lüfter läuft ständig (nervt wenigstens nicht durch permanentes an- und ausgehen) und heizt zusätzlich das Zimmer. Die Laufzeit betrug ca. 4 Stunden... Weiterhin verfügt das ACER-Notebook über zwei Grafikchipsätze (eine separate ATI-Karte und einen Intel-Chipsatz), eigentlich sollte man zwischen beiden Karten switchen können, aber auch das geht nicht! Zumindest lässt sich auf der ACER-Supportseite keine Software/kein Treiber dafür downloaden.

Was nun, auch dieses Notebook zurückgeben, es endlich mal mit einem APPLE probieren??? Ich habe gerade keine Lust mehr und mir würde weiterhin mein 7 Jahre alter Laptop, bei dem der Lüfter so gut wie nie zu hören ist genügen, auch hier beträgt die Akkulaufzeit mit dem Erstakku noch nahezu 4 Stunden! Leider ist er nur bei WLAN etwas langsam (b-Standard) und er hat kein eingebautes UMTS-Modem, okay, auch der Bildschirm ist im Vergleich zu den neueren LED-Teilen nicht so toll. Hier ist also doch ein Fortschritt nach 7 Jahren Weiterentwicklung. Aber ein langsameres, sauber verarbeitetes Notebook (Nachhaltigkeit) wäre mir tausend mal lieber als eines, das mit zig Highspeed-Features glänzt - weniger wäre auch hier mehr.

Lösungsvorschlag: Wie wäre es, wenn die Computerhersteller für solche Fälle besser mit dem Nutzer zusammenarbeiten und auf Kritik wirklich reagieren würden? Auch könnten hier viele neue Arbeitsplätze entstehen, wenn große Computerkonzerne in jeder Stadt (ab etwa 100.000 Einwohnern) einen Service-Punkt einrichten würden! Die Kundenzufriedenheit würde doch rapide anwachsen und die Hersteller könnten einen Wahnsinns Input an neuen Lösungsvorschlägen nutzen! Also bitte mehr CoWorking in den Unternehmen und zwischen Herstellern und Nutzern.

1 comment:

Ralf Lippold said...

.... ging mir 1995 ähnlich mit meinem Amstrad (Firma existiert übrigens nicht mehr).

Seitdem sehr zufriedener Apple-Nutzer :-)